Enoki Pilze (Flammulina velutipes), japanisch Enokitake, sind in Japan so beliebt, daß es allein der japanischen Vorliebe zu verdanken ist, daß der Enokitake es in die Top Ten der meist gegessen Speisepilze weltweit geschafft hat. In Deutschland nennt man den exotisch aussehenden Enoki Pilz, Schneepilz, was er seinem oft rein-weißen, manchmal leicht gelblichen Aussehens zu verdanken hat. Der botanische Name Flammulina velutipes kann hier jedoch etwas Verwirrung stiften, denn Enoki Pilze sind eine kultivierte, also eine Zuchtform, des völlig anders aussehenden wilden Flammulina velutipes. Enoki Pilze werden in Japan seit über 300 Jahren kultiviert und man sagt dem Pilz wahre Wunderkräfte nach.
Enokitake enthalten Vitamine der B Gruppe und Vitamin C,
die Mineralstoffe Kalium, Natrium, Calcium,
Magnesium, Phosphor, Chlor und Schwefel,
viel Protein und Antioxidantien,
sie sollen das Immunsystem positiv beeinflussen
und Tierversuche lassen auf eine mögliche
Verwendung bei Krebs Immuntherapien schließen.
Zudem soll der Enoki Pilz gegen Leberbeschwerden helfen.

In den Küchen Asiens und Südostasiens und natürlich vor allem in der japanischen Küche wird der knackige Enokitake sowohl roh, als auch gebraten, gekocht und gedünstet verwendet. In Japan findet man den zart-nußig schmeckenden Pilz in vielen Suppen und Salaten. In China und Südostasien wird er gerne als Beilage zu Fleisch- und Fischgerichten gereicht und auch als Füllung für Frühlingsrollen soll er sich zusammen mit anderen Zutaten bestens eignen. Enoki Pilze soll man nur kurz mitkochen oder mitbraten, sie verlieren sonst ihr zartes Aroma. Wie die meisten Pilze ist auch der Enokitake nicht sonderlich leicht verdaulich, Menschen mit Verdauungsproblemen sollten
lieber auf Pilze verzichten.

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