Speckknödel entstammen den Küchen des Alpenraumes und wer den Speckknödel nun letztendlich erfunden hat, die Bayern, die Tiroler oder die Südtiroler, daß weiß wohl niemand so genau. Die Rezepte der verschiedenen Regionen ähneln sich und sind unterm Strich nicht mehr als ein modifizierter Semmelknödel. Manche Rezepte geben den Speck als eine Art Füllung in den Knödel, andere widerrum mischen den Speck in den Knödelteig. Uns gefiel zweitere Variante weit besser. Wie so manche Rezepte für Speckknödel, die sich zudem noch Original Rezepte schimpfen, die Verwendung von Mehl propagieren, ist für uns absolut unverständlich. Das bereits im Knödelbrot enthaltene Mehl reicht völlig zur Bindung aus, wenn man das Knödelbrot gut 20-30 Minuten vor der Verwendung mit warmer (!) Milch durchziehen läßt. Traditionell werden Speckknödel in einer Suppe, z.B. Rinderbrühe, gereicht, manchmal auch mit Sauerkraut und Salat als Beilage. Es heißt die ersten beiden Speckknödel werden mit Suppe gegessen, bei den folgenden darf man dann wohl die Beilage wählen. Speckknödel passen auch hervorragend zum Schweinebraten, der aber traditionell mit dem “abgespeckten” bayerischen Semmelknödel serviert wird.

© Spice World
Bild: Speckknödel in Rinderbrühe
Rezept: Speckknödel
Zutaten für ca 6-8 Speckknödel:
10 Semmeln (Brötchen)
bzw. Knödelbrot aus 10 Semmeln
eine gute Hand voll gehackte glatte Petersilie
1 mittelgroße Zwiebel
100-150 g durchwachsener,
geräucherter Bauchspeck
etwas Butter oder Butterschmalz
ca 250 ml Milch
2 Eier (Zimmertemperatur)
Salz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Schnittlauch oder Zwiebelgrün, in feine Röllchen geschnitten
Zubereitung:
Knödelbrot in eine Schüssel mit Deckel geben. Milch erwärmen, mit Salz und Pfeffer würzen und warm über das Knödelbrot geben. Deckel aufsetzen und gut 20 Minuten ziehen lassen.
Speck in feine Würfel schneiden und in einer Pfanne auslassen, dann Zwiebel und Petersilie fein hacken und mit dem Speck anschwitzen. Währenddessen Wasser und Salz in einem großen Topf zum Kochen bringen. Eier (verquirlt), Speck, Zwiebel und Petersilie zu der Semmelmasse geben und gut durchkneten. Größere Semmelstücke kleinreißen und sobald eine homogene Masse entstanden ist Knödel formen und ins sprudelnd kochende Wasser geben. Die Knödel sollen eine möglichst glatte Oberfläche bekommen, da sonst beim Kochen Wasser in den Knödel eindringt und die Gefahr des Auseinanderfallens besteht. Temperatur zurückschalten und die Knödel ca 20 Minuten im heißen Wasser, ohne Deckel(kurz unter dem Siedepunkt) ziehen lassen. Die Knödel sind fertig wenn sie an die Oberfläche aufsteigen und zu drehen beginnen. Die fertigen Speckknödel mit Schnittlauch oder Zwiebelgrün garnieren und als Suppeneinlage oder mit Wein Sauerkraut und Salat servieren. Übriggebliebene Speckknödel lassen sich wie Semmelknödel einfrieren.

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