Pommes Frites (engl: French Fries), auch Pommes Frittes geschrieben oder kurz Pommes oder Fritten genannt, sind mit Sicherheit das am meisten verkonsumierte Kartoffelgericht weltweit. Doch wer hat´s erfunden. Es waren die Belgier, die heute noch berühmt für Ihre Pommes Frites Spezialitäten sind.


Erstmals erwähnt wurden die Fritten im Jahre 1781, Belgien war damals noch Teil der spanischen Niederlande und die Pommes waren da schon über 100 Jahre alt. So berichtet der belgische Journalist Jo Gérard, daß Pommes Frites bereits seit 1680 in den spanischen Niederlanden, im Maastal in der Gegend zwischen Dinant und Liège als eine Art Ersatz für Fisch im Winter zubereitet wurden. Er schreibt: “Die Einwohner von Namur, Huy und Dinant haben die Gewohnheit, in der Maas zu fischen, diesen Fang dann zu frittieren, um ihren Speisezettel zu erweitern . Wenn die Gewässer zugefroren sind und das Angeln nur schwer möglich ist, schneiden die Einwohner Kartoffeln in Fischform und frittieren diese dann. Diese Vorgehensweise ist mehr als hundert Jahre alt.”

In den USA wurden die frittierten Kartoffelstreifen im Jahre 1802 erstmalig erwähnt, Thomas Jefferson (1743 – 1826), der 3. Präsident der USA, ließ “Kartoffeln nach französischer Art” bei einem Diner im Weißen Haus servieren. Der englische Name French Fries wurde erst während des 1. Weltkrieges geprägt. Die amerikanische Soldaten kamen während Ihrer Zeit in Belgien natürlich nicht an dem köstlichen Fast-Food vorbei und da die belgische Armee damals französisch sprach, nannte man die frittierten Kartoffelstreifen einfach
French Fries.
Da sich Pommes Frites, tiefgekühlt gut lagern lassen und auch schnell zubereitet werden können, wurden sie zu einer der beliebtesten Beilagen in der Gastronomie. In Deutschland werden jährlich gut 300.00 Tonnen Tiefkühlpommes verkauft. Während man Pommes Frites in Deutschland dünn und knusprig bevorzugt, liebt man sie in vielen anderen Ländern, vor allem in England, dick und weich.
Die Meisten werden heutzutage wohl kaum noch auf die Idee kommen sich Fritten selbstzumachen und doch, es lohnt sich, denn sie sind unvergleichlich köstlicher,
auch wenn damit einige Arbeit verbunden ist.

Als wir vor gut 20 Jahren ein kleines Restaurant in Chiang Mai, Nordthailand betrieben, zählten wir auch eine Reihe dort lebender Ausländer zu unseren Stammgästen und so setzten wir ein “ausländisches” Tagesgericht auf unsere Karte. Es dauerte nicht lange bis man uns fragte, ob wir denn nicht so zum Snacken auch Pommes Frites anbieten könnten, also machten wir uns auf die Suche nach Tiefkühlware. Diese war damals schon zu haben, jedoch zu exorbitant hohen Preisen und so beschlossen wir den Versuch zu wagen sie selbst zu machen. Wieviele hundert Kilo Kartoffeln wir in den nächsten Jahren zu Pommes Frites schnitzen sollten, konnten wir zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnen, doch war ich überrascht von dem leckeren Geschmack der selbstgemachten Pommes Frites und so schwer ist es nun auch wieder nicht. Wichtig ist, daß die fertig geschnittenen Kartoffelstreifen für gut 30 Minuten gewässert werden und daß sie zweimal frittiert werden. Nach dem ersten Frittieren lassen sich die Pommes hervorragend, portionsweise einfrieren.

Pommes Frites

© Spice World
Bild: Pommes Frites rot-weiß

Rezept: Pommes Frites
Zutaten:
hocherhitzbares Öl
mehligkochende Kartoffeln
Salz


Zubereitung:
Kartoffeln schälen, in längliche, möglichst gleich dicke Streifen schneiden und in kaltem Wassser gut 30 Minuten oder länger wässern.
Hierbei verlieren die Kartoffelstreifen Stärke
und werden wesentlich knuspriger.
Öl in einem Topf oder einer Friteuse auf 150 – 160° C vorheizen. Kartoffelstreifen gut abtropfen lassen und nicht zuviele auf einmal in dem heißen Fett ausbacken bis sie leicht biegbar sind und eine gelblich-braune Farbe angenommen haben. Die Kartoffelstreifen sollen nun innen gegart sein. Kartoffeln auf Küchenkrepp abtropfen und komplett auskühlen lassen. Dann Öl auf 180 – 190° C erhitzen und die Pommes knusprig ausfrittieren. Pommes sollten sofort nach dem Frittieren und Abtropfen gesalzen werden. Dazu reicht man je nach Land und Gusto, Ketchup, Mayonnaise, Remouladensauce, Senf, Thousand Island Sauce, Teufelssauce, etc…

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