In tropischen Ländern, wie Thailand, ißt man gerne sehr scharf.
Das in Chilischoten enthaltene Capsaicin löst einen Schmerzreiz,
den man als Brennen wahrnimmt, aus.
Hierbei werden Endorphine (Glückshormone) freigesetzt.
Der aus scharfem Essen resultierende
Schweißausbruch kühlt den Körper,
was mit ein Grund dafür ist, warum man gerade in heißen Gegenden
gerne scharf ißt.
Häufiges, scharfes Essen führt zu einer Desensibilisierung,
daß heißt man gewöhnt sich an die Schärfe
und eine gewisse Schärfesucht stellt sich ein.
Der größte Anteil des Capsaicin sitzt in den weißen Scheidewänden
und Samen der Chili Peppers.
Wer nicht so scharf essen kann oder mag,
entfernt die Scheidewände und Samen vor der Verwendung
und erhält so ein milderes Chili Gericht.
In Thailand würde wohl kaum jemand auf die Idee kommen
Chilies zu entschärfen, im Gegenteil, man röstet die Chilischoten
in der trockenen Pfanne oder mit etwas Öl
und erhöht somit noch die Schärfe.
Das Foto zeigt geröstete Thai Chili “Prik Kee Noo“,
diese serviert man als Beilage zu Nam Yah Nudelcurries.
Ein beliebtes Gewürz für Nudelsuppen und Thai Wokgerichte
sind geschrotete, angeröstete Thai Chilies (thai: Prik Bon Krua)
Ein Töpfchen mit diesem Teufelsgewürz zum Nachpeppen
findet man auf jedem Tisch eines Thai Restaurants
oder der Nudelshops am Strassenrand.
Doch Vorsicht, Prik Bon Krua ist teuflisch scharf!
Capsaicin ist nicht wasserlöslich,
sondern löst sich nur in Alkohol und Fett.
Wer sich also den Mund mit einem Chili Gericht kräftigst verbrannt hat,
der sollte nicht mit Wasser zu löschen versuchen.
Milch, Yoghurt oder Käse mildern das Höllenfeuer
und auch alkoholische Getränke sollen den Brand eindämmen können.

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