Curryblätter sind die Blätter des Currybaums (Bergera koenigii)
und haben eigentlich nichts mit dem bekannten Curry Pulver zu tun.
Der Currybaum ist auf dem indischen Subkontinent beheimatet
und erreicht eine Wuchshöhe von bis zu 6 Metern.
Curryblätter werden in den Küchen von Sri Lanka und Südindien
vor allem zum Aromatisieren von vegetarischen Gerichten benutzt.
Frische Curryblätter haben einen starken, sehr würzigen,
oftmals sogar als fruchtig beschriebenen Geschmack,
der aber nur entfernt an Currypulver erinnert.
Wegen ihres dominanten Aromas werden Curryblätter oft als einziges Gewürz benutzt.
Die hachdünnen Blätter werden mitgegessen.
Beim Kochen brät man die Blätter am besten in heißem Öl oder Ghee (Butterschmalz) an
und gibt danach die anderen Zutaten hinzu.
Leider verlieren Curryblätter beim Trocknen einen Großteil ihres Aromas.
In Indien brät man die frischen Blätter in heißem Öl bis sie knistern,
dann zerstößt man sie in einem Mörser zu Pulver.
Nur mit dieser Methode läßt sich das herrlich, frisch-würzige Aroma der Curryblätter konservieren.

© Spice World
Bild: Curryblätter (Bergera koenigii)
(in der Bildmitte haben sich ein paar andere Blätter ins Bild geschummelt)
Fotograf: Kitisak “Nat” Jaidee
Wie so oft gibt es ein kleine Geschichte zu den Curryblättern.
Schon vor über einem Jahr kauften wir von unserer Kräuterfrau auf dem Kamthieng Markt
in Chiang Mai, Thailand einen indischen Lorbeer (Zimtblätter)
und Sie versprach mir sich nach einem Currybaum umzuschauen.
Vor ein paar Tagen rief Sie uns in Ihren kleinen Laden, ich habe eine Überraschung für Euch,
meinte Sie mit einem breiten Lächeln und zog uns nach ganz hinten in ihren kleinen Garten.
Das könnte der Baum sein, den Ihr sucht, meinte Sie
und hielt mir ein paar zerriebene Blätter unter die Nase.
Oh wie die duften, Volltreffer, es sind Curryblätter.
Was soll das Bäumchen kosten, fragte ich Sie.
Oh, sorry unverkäuflich, habe leider nur den einen Baum
und muß Ihn erst vermehren. Sie sah mir meine Enttäuschung an,
zupfte ein paar Zweiglein mit den duftenden Blättern vom Baum und meinte, schenke ich Dir
und Sie versprach mir, daß ich den ersten Ableger des Baumes bekomme.
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