Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum), auch Fenugreek genannt, eine Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler wurde bereits zur Kupfersteinzeit (Chalkolithikum) kultiviert. Der berühmteste Fund aus dieser Zeit ist die etwa 5300 Jahre alte Gletschermumie Ötzi, die man 1991 in den Ötztaler Alpen fand.
Während dem stark riechenden, würzigen Bockshornklee in der europäischen Küche kaum Bedeutung zukommt, so wird er häufig in der arabischen Küche, vor allem der persischen (iranischen) benutzt. In Indien ist der Bochshornklee, Kasuri methi (Kasoori methi) oder Methi, wie man ihn dort nennt, ein wichtiger Bestandteil von Currypulver und auch die spinatähnlichen Blätter der Pflanze sind dort eine willkommene Delikatesse, zudem sind die Samen des Fenugreek ein Hauptbestandteil des Panch Phoron, einer Gewürzmischung aus Schwarzem Senf, Schwarzkümmel, Fenchelsamen, Kreuzkümmel und Bockshornkleesamen, die in Bangladesch und Ost Indien (Assam, Bengalen und Orissa) häufig verwendet wird. Der Geruch von Bockshornklee erinnert ein wenig an Liebstöckel, der Geschmack ist bitter-aromatisch. Durch das Anrösten der Bockshornkleesamen in einer trockenen Pfanne werden ihm Bitterstoffe entzogen. In Europa bekommt man den Bockshornklee eher unbewußt “untergejubelt”, ist er doch in vielen Gewürzmischung, wie z.B. Bruschettagewürz enthalten. Bockshornklee kommt als Samen oder als getrocknete Blätter in den Handel und kann in der Küche vielfältig zum Würzen von Gemüse- und Fleischgerichten, Suppen und Eintöpfen, ähnlich Liebstöckel verwendet werden. Aus den schnellkeimenden Samen lassen sich aromatische Sprossen ziehen.

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Bild: Bockshornklee, Fenugreek, Kasuri methi
Seit Alters her kommt dem Bockshornklee eine besondere Bedeutung in der Naturmedizin zu. In der traditionellen, chinesischen Medizin (TCM), man nennt ihn dort Hu Lu Ba, benutzt man ihn zur Entgiftung der Nieren, gegen Erkältungskrankheiten und zur Linderung von Schmerzen. Er wird auch dazu verwendet die Milchproduktion stillender Mütter zu steigern. Die geringe Erkrankungsrate an Arthritis in Indien führt man auf Bockshornklee zurück. Eine Tasse Tee aus Bockshornkleeblättern täglich soll eine deutliche Linderung bei Arthritis bringen. Abgekochter Bockshornkleesamen soll gegen Schuppen helfen und Haarausfall reduzieren. In Indien verwendet man Bockshornklee auch als Aphrodisiakum.
Bockshornkleesamen und getrocknete Blätter
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