Im nördlichen Europa scheiden sich bei Anis die Geister,
nicht jeder liebt den doch sehr intensiven Geschmack.
In vielen Mittelmeerländern jedoch sind stark
nach Anis schmeckende Alkoholika,
so etwas wie Nationalgetränke.
In Frankreich der Pastis, in Griechenland der Ouzo,
in der Türkei der Raki
und in Italien der anishaltige Likör Sambucca.
Der “echte Anis” (Pimpinella Anisum)
stammt aus dem östlichen Mittelmeerraum,
heutiges Hauptanbaugebiet ist Südrußland.
In der Küche verwendet man Anis für Braten,
Gemüse, Brot, Gebäcke, und auch für Süßspeisen und Süßwaren.
Berühmt sind die französischen Anis-Bonbons “Anis de Flavigny”.

Auch sagt man Anis eine aphrodisierende Wirkung nach,
weshalb in ländlichen Gegenden im Herbst, nach eingefahrener Ernte,
die Frauen Ihren Männern gerne anishaltige Getränke reichten.

Zunehmend wird der “echte Anis” jedoch durch den
aus China und Vietnam kommenden Sternanis (Illicium Verum) verdrängt.


Sternanis

Sternanis ist zusammen mit Zimt, Gewürznelken, Fenchel und Szechuanpfeffer
ein Bestandteil des chinesischen “5-Gewürze Pulver”
Sternanis wird in unseren Breitengraden
vorwiegend in der Weihnachtsbäckerei
und zur Aromatisierung von Brot und Backwaren verwendet.
Auch wird der Sternanis wegen seiner Heilwirkungen
gerne Teemischungen zugesetzt.
Sternanis wirkt schleimlösend und antibakteriell.
In der Volksmedizin wird er bei Husten, Mandelentzündung, Bronchitis,
Magen und Darmkrämpfen, Ischias und Hexenschuß als Tee eingenommen.

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2 Antworten bis “Anis und Sternanis”

  1. [...] Konsistenz und wird aus Sojasauce, Palmzucker oder Zuckercouleur und verschiedenen Gewürzen, wie Sternanis und Knoblauch hergestellt. Fälschlicherweise wird Kecap Manis (Ketjap Manis) oft als indonesische [...]

  2. [...] reichhaltigeren Mischungen findet man auch Liebstöckel, Petersilie, Majoran, Basilikum, Kerbel und Anis. Herbes de Provence, Kräuter der Provence lassen sich vielseitig in der Küche einsetzen. So [...]

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