Weißkohl (Brassica oleracea convar. capitata var. alba), in Süddeutschland Weißkraut
und im Ruhrgebiet Kappes genannt, gehört zu den beliebtesten Gemüsesorten in Deutschland.
Weißkohl ist so beliebt, daß die Engländer und Amerikaner in den Weltkriegen den Deutschen
den Namen Krauts gaben. Ganz vorne auf der Hitliste der Weißkrautprodukte
ist Sauerkraut, welches durch Gärung von Weißkohl entsteht, doch auch
Weißkohlsalate, Kohlsuppen und geschmorte Krautgerichte sind äußerst beliebt.
Doch auch in vielen anderen Ländern der Erde liebt man Weißkraut,
in den USA nennt man Krautsalat Coleslaw und der American Coleslaw (amerikanischer Krautsalat)
ist eine begehrte Beilage zu gegrillten Gerichten, in Korea gehört
Kimchi, eingelegte Kohlblätter, zu den Nationalspeisen.
Wie auch viele andere, heutzutage im Handel befindliche, Kohlsorten
ist Weißkohl eine Züchtung aus dem Gemüsekohl (Brassica oleracea),
der aus dem Mittelmeerraum stammt und schon zu Zeiten der alten Römer
verwendet wurde. Weißkohl wurde erstmals im 16. Jahrhundert in der Literatur belegt.
Weltweit größter Produzent von Weißkohl ist allerdings nicht Deutschland, sondern China.

Weißkohl, Weißkraut, Kappes
© Spice World
Bild: Weißkohl, Weißkraut, Kappes
Fotograf. Kitisak “Nat” Jaidee

Weißkohl ist reich an den Vitaminen B, C, E und K und enthält die Mineralstoffe
Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium, Phosphor und Zink.
Vitamin B12 ist jedoch nur im Sauerkraut zu finden.
Frischer Weißkohlsaft soll gegen Magen- und Darmgeschwüre helfen
und Sauerkrautsaft setzt man erfolgreich bei Verdauungsproblemen ein.

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