Schon die alten Römer benutzen Taro (Colocasia esculenta), eine Pflanze aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae), häufig in der Küche, wo die Knollen, wie Kartoffeln zubereitet wurden. Die Kartoffel erreichte Europa bekanntermassen erst im späten 16. Jahrhundert. Ursprünglich stammt Taro aus Südostasien, Indien und Bangladesch, von wo aus sich die Knollenpflanze nach Westen, über Ägypten bis in den Mittelmeerraum und nach Afrika, die pazifischen Inseln, die Karibik und Amerika ausbreitete. Mit dem Untergang des römischen Imperiums verlor Taro seine Bedeutung in der europäischen Küche, ausgenommen die Kanarischen Inseln, auf denen man noch heute Taro benutzt und anbaut. Die Taropflanze (Colocasia esculenta), auch Elefantenohr genannt, ist eine der wenigen Pflanzen die in Überschwemmungsgebieten angebaut werden kann.
Taroknollen haben einen süßlich-nussigen Geschmack und können gekocht, gebacken oder gebraten werden, Blätter und Stiele der Pflanze benutzt man als Gemüse. Sowohl Knollen, wie Blätter und Stiele sind im rohen Zustand, vor allem wegen des hohen Gehaltes an Calciumoxalat, welches Nierensteine auslöst, ungenießbar. Durch Kochen oder das Einweichen der Knollen in kaltem Wasser über Nacht wird das Calciumoxalat weitgehendst eliminiert. Trotzdem wird empfohlen zu tarohaltigen Speisen Milch oder andere calciumhaltige Lebensmittel zu konsumieren. In Südost Asien ist gekochtes Taro Rhizom ein häufiger Bestandteil von Fisch Snacks, Desserts und Salaten, die meist purpurne Farbe erscheint etwas gewöhnungsbedürftig. Als besonders exotisch empfinden wir purpurne Eiscreme aus Taro, die vor allem in Thailand und Vietnam sehr beliebt ist. Die Aborigines in Australien stellen aus der Taroknolle Mehl her, aus dem Sie das sogenannte Buschbrot backen.

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Bild: Taro (Colocasia esculenta)
Fotograf: Anuparp Ratanakhon
Die Stärke der Taroknolle gilt als besonder leicht verdaulich. Vor allem die Blätter enthalten nennenswerte Mengen an Vitamin A und C und Vitamine der B-Gruppe, sowie die Mineralstoffe Calcium, Eisen, Kalium, Kupfer, Magnesium, Mangan, Natrium, Phosphor und Zink.

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