Die Austern (Ostreidae) gehören zur Klasse der Muscheln (Bivalvia), doch nur wenige sind auch von kulinarischer Bedeutung. Den größten Anteil an “kulinarischen Austern” hat die pazifische Felsenauster, die in Europa meist unter der Bezeichnung “fines de claires” in den Handel kommt.
Im Gegensatz zu Miesmuscheln oder Venusmuscheln sollen Austern fest geschlossen sein und werden mit einem Austernmesser oder Austernbrecher geöffnet. Während frische, rohe Austern in der westlichen Welt als besondere Delikatesse gelten, werden Sie in Asien meist gegart gegessen oder zu weiteren Produkten, wie Austernsauce, weiterverarbeitet.
Austern machen müde Männer munter, sagt man und Cassanova soll täglich 50 Stück rohe Austern gegessen haben. Austern haben einen sehr hohen Zink Gehalt, der die Produktion von Testosteron im Körper steigert, welches wiederum den Sexualtrieb fördert. Rohe Austern genießt man am Besten mit einem Spritzer Limetten- oder Zitronensaft, der die lebende Auster in eine Art Schockzustand versetzt, so daß sie keinen Schmerz verspürt. Austern haben keine Sinnesorgane, kein Gehirn und nur Ansätze eines Nervensystems. Sie nehmen Ihre Umwelt nicht wahr. Rohe Austern sind reich an Omega-3-Fettsäuren, an den Vitaminen A, C, D und Vitaminen der B-Gruppe und enthalten die Mineralstoffe und Spurenelemente Calcium, Eisen, Kupfer, Magnesium, Mangan, Natrium, Phosphor, Selen und Zink. In der Küche werden sie sowohl roh, wie auch, gekocht, gebraten, gedünstet und gratiniert verwendet. Frische Austern sollten auf Eis oder im Kühlschrank gelagert werden, wobei man sie mit der Oberseite nach unten (upside down) aufbewahrt

© Spice World
Bild: pazifische Felsenauster (Crassostrea gigas)
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